Sanok berichtet wieder über die Verwendung der Spendengelder

Nach dem überwältigenden tollen Ergebnis nach dem Spendenaufruf in Reinheim für die Ukraineflüchtlinge berichtet der Vorsitzende des befreundeten Vereins „Łączy Nas Sanok” (Sanok vereint uns) Grzegorz Wilusz ein weiteres Mal über die Verwendung der dem Verein aus Reinheim überwiesenen Spendengelder. Zuletzt berichtete er sehr konkret, wieviel Euro jeweils für die einzelnen Hilfsmaßnahmen ausgegeben wurde. Darüber hinaus freute er sich, dass es dem Verein weiterhin möglich war, eine Hilfsstelle am Sportzentrum in Sanok für Kriegsflüchtlinge zu betreiben. Er schätzt, dass in den vergangenen Monaten mehrere tausend Menschen davon profitiert haben, in deren Namen er sich sehr herzlich bei den Spendern aus Reinheim bedanken möchte. Aufgrund des erheblichen Anstiegs der Lebensmittelpreise, was ein europaweites Problem darstellt, war der Verein aber gezwungen, dieses Zentrum zu schließen, da für seinen Betrieb keine Mittel vorhanden sind. Sie haben nun die Strategie geändert und wollen individueller helfen.
Sie haben eine Liste ukrainischer Familien in Sanok erstellt und wenn sie um Hilfe bitten, wird versucht, diese Hilfe im Rahmen ihrer Möglichkeiten anzubieten.
Weiterhin wurde im September und Oktober ein humanitärer Hilfskonvoi nach Truskavec (einer befreundeten Stadt in der Region Lemberg) durchgeführt, bei dem hauptsächlich Lebensmittel und Kleidung mitgenommen wurden, die auch aus den Spenden gekauft wurden. Truskavets ist seit etwa 2o Jahren eine ukrainische Partnerstadt des Landkreises Sanok und es laufen Gespräche, sie auch offiziell zur Partnerstadt der Stadt Sanok zu machen.
Eine Delegation aus Sanok hat am 20. und 21. Oktober Truskavec besucht, um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen. In Truskavecs gab es keine Militäroperation oder Raketenbeschuss, aber die Einwohner leben im Schatten des Krieges, die Gespräche zeigen Sorge um die Zukunft und die Fotos der gefallenen
Soldaten auf der Hauptpromenade machten einen starken Eindruck.

Mit den restlichen Spendengeldern sind laufende und zukünftige Ausgaben gesichert, hauptsächlich für dieukrainischen Flüchtlinge, die sich in Sanok aufhalten.
Der Verein kauft von den Spendengeldern hauptsächlich Lebensmittel, Bettzeug und andere Dinge des täglichen Bedarfs.
Aktuell gibt es neue Flüchtlinge aus dem Osten, die vor dem kommenden Winter ankommen. Ihre Zahl wird in Sanok und Umgebung auf etwa 500 Personen geschätzt. Beim Partnerschaftsverein Reinheim sind die letzten Wochen noch Spenden über 2.500 € eingegangen, die direkt an den befreundeten Verein in Sanok weitergeleitet wurden. Das „Spendenkonto Ukraine – 

Verein zur Pflege Internationaler Beziehungen e.V., D 64354 Reinheim“

IBAN: DE20 5086 3513 0104 0643 56

BIC: GENODE51MIC

ist bei der Volksbank Odenwald weiterhin geöffnet. Der Verein freut sich über jede Spende aber auch darüber, dass mit der polnischen Partnerstadt Sanok inzwischen ein enger Kontakt besteht.

2. v. l. Bürgermeister von Truskavets, rechts Grzegorz Wilusz
Lager in Sanok
Helmut Biegi
Helmut Biegi

Pressesprecher

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